Entwicklung des Dorfes 13. bis 18. Jahrhundert

Urkundlich wurde unser Dorf Grebbin erstmalig am 6. Juni 1265 wie folgt erwähnt.

"Helena, Herzogin von Sachsen, schenkt dem Haus zum Heil Geist zu Parchim das Eigentum von drei Hufen im Dorfe Grebbin."

Aber auch schon im Jahre 1262 verschrieb nachweislich der Ritter David von Grebene dem Heiligengeist-Stift in Parchim drei Hufen im Dorfe Grebbin. Dieser Ritter erschien 1265 als Zeuge in der einleitend bereits erwähnten Schenkungsurkunde der Herzogin Helena von Sachsen. 1286 kauft das Stift vier weitere Hufen aus Grebbin von den Kramonen (M.U.B.1850.7202).

Im 13. Jahrhundert erscheint Grebbin in den Archivunterlagen als ein Bauerndorf mit Anrechten landesherrlicher Vasallen und kirchlicher Stiftungen. Die Anrechte landesherrlicher Vasallen waren vielfachem Wechsel unterworfen. Eine dominierende Rolle hat in den ersten Jahrhunderten für Grebbin die Kirche gespielt. Dafür sprechen auch die umfangreichen Nachweisführungen in den Archiven.

Außer den schon erwähnten Kramonen, die am 15. Juni 1368 eine Hebung von 20 Schilling Lübisch aus Grebbin an Hennecke von Grabow verkauften, treffen wir dort um 1372 auch Reimbern von Mallin mit Besitzen und Rechten, über die er zugunsten zweier Basen verfügt. (M.U.B.9796.10294 nachgewiesen)

Später bekommen auch die Vikarei zu Parchim Einkünfte aus Grebbin. 1457 verpfänden die Herzöge Heinrich der Ältere und Heinrich der Jüngere für 550 gute, vollgewichtige rheinische Gulden und 300 Mark Pfennige das ganze Dorf an die Stadt Parchim. 1503 steht auch die St. Georgen-Kirche zu Parchim mit Einkünften von 8 verschiedenen Stätten im Dorf verzeichnet.

Einige der um 1500 genannten Namen (aus Abgabenlisten), sind heute noch Namen von ortsansässigen Familien, wie Stüwe (Stuve, Stuwe), Wandschneider, Sternberg (Sterneberch, Sternberck).