Gemeinde Grebbin

Neben dem Dorf Grebbin, Umfasst die Gemeinde Grebbin noch zwei weitere anliegende Dörfer.

Kossebade

Kossebade ist eines der ältesten Dörfer des Landkreises Parchim. Es liegt genau 10 km nördlich der Kreisstadt. Es wurde am 16. September 1250 erstmals urkundlich erwähnt.

Aus dem anfänglichen Rundling-Dorf (Kirche mit Dorfteich und 8 - 10 Gehöften) entwickelte sich später das Anglerdorf. Kossebade war seit der Gründung immer ein Bauerndorf das bis zur Eingliederung in die Gemeinde Grebbin im Jahr 1952 immer eigenständig war. Kirchlich gehörte es fast durchgängig zur Kirchgemeinde Grebbin. Nur kurzfristig gab es in Kossebade einen eigenen Pfarrer.

Hauptwirtschaftsfaktor war und ist die Landwirtschaft.
Bis Ende 1953 hatten fast alle alteingesessenen grösseren Bauern das Dorf in Richtung Westen verlassen. Zur Bewirtschaftung der verwaisten Gehöfte wurde der "Örtlich geleitete Landwirtschaftsbetrieb (ÖLB) gegründet. 1957 wurde dann zur Beseitigung der daraus resultierenden wirtschaftlichen Probleme die LPG gebildet. Nach der Wende bildete sich 1991 diese in eine Agrar GmbH um.

Die Mehrzahl der heutigen Wohnhäuser stammt aus der Zeit des vorigen Jahrhunderts bis in die Zeit des 1. Weltkrieges. Nach dem 2. Weltkrieg wurden nur 3 neue Häuser gebaut, jedoch viele restauriert und modernisiert. Ein Wohnhaus mit Scheune und 2 Scheunen im niederländischen Baustil stammen aus dem 17. Jahrhundert. Leider stehen noch zuviele Wohnhäuser leer und sind dem Verfall preisgegeben.

Der Dorfteich "kleines Moor" ist auch heute noch erhalten (was nicht überall selbstverständlich war). Er ist durch die Pflege der Dorfeinwohner und des Angelvereines wieder zu einem herrlichen Platz der Ruhe mit vielen Vogel und andern Tierarten geworden.

Nahe dem Ort liegt der "Tannenberg". Ein Wäldchen an dem auch die Warnow entlang fliest und das schon mit erheblich mehr Wasser als an seinem Quell. Denn der Ort Kossebade und der "Tannenberg" ist von Moorigen Wiesen umgeben. Durch die vielen Entwässerungsgräben wird die Warnow zusätzlich gespeisst.

Wozinkel

Wozinkel ist von der Besiedelung her ein sehr junges Dorf das sich durch die Infrastruktur und der daraus entstandenden Knoten entwickelte.

Im Jahre 1342 wurde der Ort Wozinkel erstmals urkundlich erwähnt. Deshalb feierte das Dorf 2002 seinen 660. Geburtstag.
Es ist ein sehr langgezogener Ort, welcher an dem alten Handelsweg Parchim - Güstrow erbaut wurde. Heute führt diese Straße von Parchim nach Sternberg. Von Bedeutung ist heute auch die Wirtschaftsstrasse Wozinkel - Dargelütz, da dies die kürzeste Verbindung zwischen dem Kieswerk in Dargelütz und der Hauptanbindung zur B192 ist.

Hauptwirtschaftsfaktor war schon immer die Landwirtschaft. Bis 1934 gab es in Wozinkel ein kleines Gut, welches zum Kloster Dobbertin gehörte. 1954 bildete sich eine LPG, die aber schon 2 Jahre später mit der LPG-Grebbin verschmolz. Seit 1989 betreibt die Grebbiner Argragenossenschaft in Wozinkel eine moderne 200er Milchviehanlage. Außer der Landwirtschaft gab es bis zum 1. Weltkrieg noch eine Ziegelei die schon im 18. Jahrhundert erbaut wurde. 1900 - 1975 war hier eine Molkerei in betrieb und zum Ende des 20. Jahrhunderts auch zeitweilig eine Schlachterei, Stellmacherei und einen kleinen Maurerbetrieb.

Gegenwärtig stehen 25 zumeist Einfamilienhäuser in Wozinkel. 3 davon wurden in den letzten 10 - 15 Jahren gebaut. Alle andere haben ein Alter von 80 - 100 Jahren. In diesen Häusern leben heute rund 75 Menschen, 1857 waren es noch 31.